Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
15.04.2018- Heiligenkreuz am Waasen/Steiermark
Sportanlage
950 Zuschauer
Landesliga


TUS Hlg. Kreuz/W. - GAK 1902 1:1

Das Wochenende hat für mich bis jetzt alles zu bieten - ein normales Spiel im Unterhaus bis hin zum Landesligamatch mit dem SV Austria Salzburg auswärts am gestrigen Tag. Dank oder gerade wegen der günstigen Anstoßzeit um elf Uhr musst ich auch dieses Angebot des TUS Hlg.Kreuz am Waasen dankbar annehmen, die mit dem GAK 1902 den nächsten Kracher zu Gast hatten!

Aufgrund der Absage eines geplanten Mitfahrers musste am späten Vorabend noch ein Plan B her. Dieser Plan sollte bei dieser Matinee beginnen, was gleich das Hauptspiel des noch langen Tages war.

Nach meiner Tagwache um 7:45 ging es nach dem üblichen Frühstück noch schnell tanken, bevor ich die fast 2,5 stündige Hinfahrt startete. Mit genügend Zeitpolster in der Hinterhand und einer kleinen Pause kurz vor dem Ziel kam ich knapp zwanzig Minuten vor Anpfiff in der Marktgemeinde an, die offiziell zwischen der Ost- und Südsteiermark liegt!

Wie schon erwartet waren trotz meiner frühen Ankunft ein großer Teil der Parkplätze schon sehr ausgelastet, so ziemlich jeder freie Platz in der Umgebung der Sportanlage. Der Fußmarsch konnte trotzdem überraschend schnell bewältigt werden, ehe es durch eine Abkürzung durch das schicke Ortszentrum direkt zum Vereinsgelände ging.

Schon von der Ferne sah man den großen Andrang auf dem tribünenlosen Gästesektor, wobei die Kassa kurioserweise ziemlich leer schien. Um zwölf Euro wurde schließlich ein schönes Ticket entgegengenommen, ehe es für mich direkt zum roten Anhang gehen sollte!

Wie durch ein Wunder bekam ich noch einen guten Stehplatz, um die ersten Fotos des Tages perfekt auf die Kamera zu bringen. Die Spielerkabinen befanden sich auf der Hintertorseite genau vor mir, wobei vorallem die Einlaufbilder ein großes Glück darstellten.

Neben den Kabinentrakt für die Spieler stellte die Vereinsführung ein großes V.I.P. Zelt auf, dass wohl der einzige Ort war der nicht komplett von den Menschenmassen überrannt worden ist. Über die Lage des Sportplatzes konnte ich mir ebenfalls ein schnelles Gesamtbild machen:

Wie schon bereits erwähnt standen die GAK-Anhänger auf der kompletten Längsseite des Spielfeldes, wobei auch hier die Zuschauer in Vierer-Reihen (!) standen um überhaupt ein Blick auf das Spiel werfen zu können. Sehr positiv fiel mir der aufgestellte Stand auf, bei dem es neben Getränken auch warme Mahlzeiten zu kaufen gab - das hab ich auch schon anders erlebt, sowas macht eine starke Organisation aus und belebt das Geschäft um das Vielfache!

Gegenüber stand die überdachte Tribüne, die natürlich ebenfalls ihre Kapazität bis auf den letzten Platz füllte. Bei meiner Erkundungstour standen sogar Sicherheitsleute parat, die auf freundliche Weise sogar den Durchgang versperrten um die Tribüne nicht vollends zu überfüllen. Kein Wunder, denn bei 950 Zuschauern kann man auf dem kleinen Gelände schon mal an ihre Grenzen kommen aber man hatte zu jederzeit die Kontrolle über dieser Veranstaltung.

Neben
Martin und dessen Freundin Sandra (schöne Grüße an der Stelle!) lernte ich eine ältere Dame (!) kennen, die natürlich die Heimischen unterstützte. Wie aus diesem interessanten Gespräch hervorging, plant der TUS Hlg Kreuz/W. bald eine neue Spielstätte zu errichten, weil es auf Dauer mit anderen Sektionen zu Platzproblemen kommt. Ein dazugehöriges Statement bezüglich vom Verein wäre sehr wünschenswert, denn solche Insiderinformationen sind für Groundhopper besonders wertvoll!

Seitdem Aufstieg 2012 spielen die Heimischen ununterbrochen in der steirischen Landesliga und dazu meistens im Mittelfeld eine Rolle. Diese Saison ist keine andere, denn mit Platz 10 werden sie die Rückrunde im sicheren Mittlfeld ohne Abstiegsängste beenden.

Für den großen GAK geht es aktuell um den Durchmarsch in die Regionalliga, der aber nicht gerade so einfach gelingen mag! Daher war ein Sieg der Gäste von wichtiger Bedeutung, die sich in den letzten Spielen in einen Lauf gespielt haben und alle Partien im Frühjahr siegreich beendeten- auch gegen die direkte Konkurrenz!

Zum Spiel: In einer emotionalen Partie hatten die Gäste mehr Spielanteile und gingen dementsprechend nach 17. Minuten in Führung. Der knappe Vorsprung sollte sich aber am Ende tatsächlich rächen!
Mit einer der letzten Aktionen gelang dem Underdog das völlig überraschende 1:1 durch den Kapitän persönlich, der seiner Elf somit den Tag versüßte und den GAK auf den zweiten Platz in der Tabelle verdrängte.

Dieses Event wird den Verein und den Fans mit Sicherheit in guter Erinnerung bleiben, vorallem das Ergebnis rundet den Vormittag perfekt ab.

Während es für meinen geschätzten Kollegen Martin wieder heimwärts ging, machte ich mich rechzeitig auf die Reise zum zweiten Spiel des Tages!

15.04.2018- Veitsch-Dorf/Steiermark
Sportplatz
180 Zuschauer
Unterliga Nord A


FC Veitsch - FC Schladming 0:1

Nach dem Topspiel in Hlg.Kreuz/W. gab es in der Steiermark nicht allzu viele Alternativen. Der FC Veitsch rettete mir aber mit dem ungewöhnlichen Spielbeginn um 14 Uhr wohl den gesamten Tag, denn die Fahrzeit ging sich auf den Punkt genau aus um pünktlich zum Anpfiff zu erscheinen!

Bei der Hinfahrt gab es eigentlich keinen großen Stress, aber dank einem sehr ungünstigen Fahrfehler wurde es zeitlich doch nochmal spannend ehe ich drei Minuten erstmals bei der Sportanlage vorbeifuhr. Das Vereinsgelände liegt in der Kastralgemeinde "Veitsch Dorf" direkt im Ortszentrum, Parkplätze waren aufgrund diesem Umstand eher Mangelware...was aber auch seinen Grund hat, dazu aber im Verlaufe des Berichtes mehr.

Um den üblichen Preis konnte ich bei der Kassa schnell eine individuelle Eintrittskarte ergattern, die sich in dieser Spielklasse wirklich sehen lassen kann. Kaum nach meinem Betreten standen die Spieler schon am Anstoßkreis parat, um das zahlreich erschienene Publikum zu begrüßen!

Etwa 180 Zuschauer kamen um das Meisterschaftsspiel gegen den großen Tabellenführer aus Schladming zu sehen, der eine einzigartige Serie verfolgt und den Rest der Liga nicht mal einen Hauch einer Chance lässt. In den bisherigen 16 Saisonspielen konnten davon 15 (!) gewonnen werden, mit einer einzigen Niederlage als Gegengewicht. Obwohl auch der FC Veitsch im soliden einstelligen Mittelfeld liegt, war der Favorit natürlich glasklar auf dem Papier auszumachen.

Die Sportanlage sowie die malerische Umgebung machte den FC Veitsch sofort symphatisch, dessen Fußballklub schon 1934 gegründet wurde. Wie ich den Recherchen entnehmen konnte, ist diese Ortschaft vorallem dem Tourismus ein Begriff wo man mit Wandern (im Sommer) und Ski fahren (im Winter) ein vielfältiges Angebot pflegt!

Für mich persönlich ist jedoch das Vereinsgelände und seine dazugehörigen "Extras" interessant, die sich hier ganz klar auf das Panorama richtete.

Die Längsseite besteht aus zwei kleineren Tribünen, bei der man sich im Schatten von der Sonne schützen konnte bei Bedarf. Weiters stach auch das kleine Vereinshaus auf Höhe der Eckfahne raus, wo man mit den Spielerkabinen einen weiteren Zugang hat und nebenbei kalte Speisen und Getränke anbieten konnte.

Die Blickwinkel machten meine Fotorunde besonders interessant, weil die Anlage schön eingebettet ist von den umliegenden Bergen und Tälern! Dieser Umstand ist allerdings völlig normal wenn man bedenkt das Veitsch ganz offiziell im Seitental des Mürztals liegt und von dieser Umgebung teilweise lebt!

Zum Spiel: Obwohl die erste Hälfte torlos endete, kann man auch aus neutraler Sicht von einer sehr spannenden Partie sprechen. Mit zahlreichen Glanzparaden brachte der Torwart der Heimischen die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung und hielt seine Mnnschaft defintiv am Leben.
Nach Seitenwechsel gelang dem Favoriten schließlich doch die Führung nach 49. Minuten, dass am Ende eher schmeichelhaft gehalten wurde!

Besonders schön zu sehen ist die Tatsache, dass beide Mannschaften versuchten kombinierten Fußball zu spielen und sich auf wenige Fouls zu beschränken. Diesen Umstand merkt man gerade in der Statistik mit nur zwei gelben Karten im ganzen Spiel - selbst diese kamen erst in den letzten fünf Minuten zum Einsatz.

Während der Tabellenführer weiterhin den Aufstieg entgegenfiebert kann der FC Veitsch stolz auf diese spielerische Leistung sein. Man konnte dem Favoriten bis zu einem gewissen Grad paroli bieten und mussten sich dementsprechend knapp geschlagen geben!

Kurios: Obwohl es sportlich sehr fair zuging, hatte der Schiedsrichter mit diesem Satz oft seine Bedenken zum Ausdruck gebracht: "Mir reichts langsam mit eurer Heulerei..!!" ;-))

15.04.2018- Gloggnitz/Niederösterreich
Sportplatz
350 Zuschauer
Gebietsliga Süd/Südost


SV Gloggnitz - USC Kirchschlag/BW 1:1

Sofort nach Spielende in der Steiermark führte mich die Reise zum dritten und letzten Spiel des Tages! Etwa dreißig Minuten von Veitsch entfernt trug der SV Gloggnitz sein wichtiges Heimspiel in einem direkten Duell um den möglichen Aufstieg aus, dessen Umstand mich stark überraschen sollte!

Nachdem ich einen sehr guten Parkplatz für mein Auto finden konnte, ging es sofort zur Kassa wo mich der erste Schock erwartete: Obwohl ich fast 15 Minuten vor Spielbeginn eintraf, wartete tatsächlich eine längere Menschenschlange darauf um das Vereinsgelände zu betreten. Somit entstand auch für mich wieder der ewige Kampf, um den Anstoß überhaupt pünktlich mitzuerleben..

Wie durch ein kleines Wunder kam ich gerade noch rechzeitig durch die Kassa durch, wo man leider nur einen klassischen Eintrittskupon erlangte. Dafür war der Rest der Sportanlage höchst positiv zu bewerten:

Mit einer großen überdachten (und gefüllten) Tribüne plus einem Gestell direkt daneben ist man von der Infrastruktur sehr gut bedient, damit könnte man problemlos in der Regionalliga auflaufen.

Am Weg zur Längsseite trifft man weiters auch auf zwei Stände, bei der man entweder Lose oder eine gute Verpflegung kaufen konnte! Für mich ging es im Laufe der ersten Halbzeit in die Kantine, wo man sogar frische Krapfen und andere Köstlichkeiten verkosten durfte - für jeden hungrigen Besucher ist ein Besuch beim SV Gloggnitz ein absolutes Ziel und absolut zu empfehlen!

Dank der innenstädtischen Lage war ein Blick auf die schöne Kirche als Hintergrund ebenfalls ein Blickfang für die Kamera, dessen Bilder diesen Eindruck mit Sicherheit bestätigen werden. Die Stadt selbst hat mit 6.000 Einwohnern übrigens den Beinamen "Stadt in den Bergen", da sie geografisch gesehen am südwestlichen Zipfel des Wiener Beckens liegen...

Der SV Gloggnitz hat als Verein eine besondere Chronik aufzuweisen. 1922 gegründet, spielte der Klub kurz nach dem zweiten Weltkrieg tatsächlich für eine kurze Zeit in der Staatsliga A, was damals die höchste Spielklasse darstellte. Nicht selten kamen natürlich tausende Besucher angereist um die großen Spiele gegen Austria und Rapid Wien zu sehen, ehe es im Wandel der modernen Zeit immer weiter runter ging.

Mittlerweile sind sie in der sechstklassigen Gebietsliga angekommen, wo sie seit 2008 ununterbrochen Fußball spielen. Nach vielen Höhen und Tiefen entstand in dieem Saisonverlauf ein Vierkampf um den Titel und den damit verbundenen Aufstieg, wo der SV Gloggnitz ebenfalls ein großes Wort mitredet!
Mit dem USC Kirchschlag/BW als Gast kam nicht nur ein zusätzlicher Fanklub angereist, sondern auch der direkte Gegner mit nur zwei Punkten Rückstand...

Zum Spiel: Vor fast 400 Zuschauern entwickelte sich eine gleichwertige Partie, die im Endeffekt ohne Tore und sogar ohne Karten blieb - einzig ein vergebener Strafstoß bleibt in Erinnerung.
Erst nach Seitenwechsel gingen die Heimischen unter großen Jubel in Führung, weil man vorallem über die Seiten brandgefährlich vor das Gehäuse kam und vorerst einnetzen konnte!
Allzulange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn mit dem Ausgleich nach fast 70 Minuten teilen sich beide Mannschaften den Zähler, der zwar keinen nützt aber auch nicht weh tut - denn die Konkurrenz ließ ebenfalls Punkte liegen!

Somit bleibt der Vierkampf weiterhin völlig offen und hält ein spannendes Saisonfinish in Aussicht - für neutrale Beobachter ist das natürlich ein freudiges Ereignis. Für den SV Gloggnitz geht es jetzt erst recht in den nächsten Wochen um alles oder nichts, weil die beiden anderen Konkurrenten noch im direkten Duell warten und diese Duelle die Entscheidung bringen werden...

Für mich persönlich kann man dieses Wochenende als höchst erfolgreich und intensiv bezeichnen. Nicht weniger als sieben Fußballspiele wurden seit Freitag 17:30 besucht, in 48 Stunden eine mehr als beeindruckende Quote!

Kurios: Sehr amüsant gestaltete sich die Meldung vom Platzsprecher, als dieser versuchte mit dem Zwischenstand des Wiener Derby etwas Emotionen zu erzeugen: "Liebe Zuschauer, Rapid führt jetzt im Derby mit 2:0...falls es jemanden interessiert!" Das hat es dem Anschein nach tatsächlich herzlich wenig... ;-))

14.04.2018- Salzburg/Salzburg
Walter Rembart Sportanlage
120 Zuschauer
2. Landesliga Nord


USK Gneis - USK St.Koloman 1:2

Nach dem perfekten Anfang am Freitag mit zwei Fußballspielen in Niederösterreich war es nun an der Zeit, sich in anderen Bundesländern umzuschauen. Ebenfalls motiviert werden konnte auch Andreas, mit dem es schließlich am späten Vormittag in das selten besuchte Salzburg gehen sollte!

Etwa drei Stunden dauerte die stressfreie Fahrt in die Landeshauptstadt, die dank der nötigen Routine ohne großen Zeitdruck erreicht wurde - einzig in der Stadt selbst war der stärkere Verkehr deutlich erkennbar, die Sportanlage vom USK Gneis lag aber glücklicherweise etwas außerhalb im südlichen Teil Salzburgs.

Sieht man sich den Anfahrtsweg genauer an konnte man feststellen, dass man hier nur über teils sehr enge Straßen zum Parkplatz gelang der vom Vereinsgelände direkt daneben gebaut worden ist. Eine Kassa suchte man daher vergeblich, weil die Vereinsoffiziellen den direkten Kontakt suchten und während des Spiels durch die Zuschauerreihen marschierten!

Wie auch schon am Vortag tauchte auch der dritte Groundhopper im Bunde Michael auf, der sich unser Tagesprogramm ebenfalls nicht entgehen lassen wollte- mit dem Anfang beim USK Gneis. Über die Infrastruktur des Sportplatzes kann man ebenfalls einige Worte verlieren:

Während auf der Längsseite gegenüber nur die Ersatzbänke aufgestellt sind, waren die Zuschauer direkt gegenüber zu finden. Der Großteil machte es sich an den Holzbänken gemütlich, die in einer Reihe aufgestellt worden sind.
Sehr positiv ist zu erwähnen, dass man bei der Fotorunde eine schöne Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge hatte die auch hier noch mit Schnee bedeckt waren. Insgesamt ist es also eine sehr unkomplizierte Sportanlage mit allen nötigen Mitteln, was man zum Fußballspielen braucht!

Wie man den
Recherchen entnehmen kann spielt der 1956 gegründete Klub seit Anfang den 60ern auf einem Privatgrundstück, dass vom damaligen Obmannstellvertreter erfolgreich zur Verfügung gestellt wurde - bis heute (!) ist dies immer noch ihre Heimstätte, die es damit schon bald sechzig Jahre (!) gibt.

Das Vereinshaus sowie die Spielerkabinen standen unmittelbar neben dem Parkplatz, wo auch die Kantine sofort sichtbar war - das übrigens unter den Namen "
Sportstüberl" bestens bekannt ist. Mehrere verschiedene Events werden dort desöfteren ausgetragen, damit man sich ein zusätzliches Einkommen sichern kann!

Sportlich gesehen ist der USK Gneis dauerhaft in der zweiten Landesliga Nord zu finden, was in Niederösterrich etwa der Spielklasse der Gebietsliga entspricht. Erst vor drei Jahren gelang der Aufstieg in die nächsthöhere Liga, aber dieser Ausflug hielt für nur eine Saison bevor sie wieder abgestiegen sind.

In dieser Rückrunde ist jeder Punkt von großer Bedeutung, denn mit gerade mal 15 Zählern in der laufenden Meisterschaft zählt der Verein zu den Abstiegskandidaten. Gegen die Gäste aus St.Koloman wartete ein schwerer Gegner, der sich in den Top 5 der Liga festgebissen hat...

Zum Spiel: Nach einer turbulenten Anfangsphase ging der Favorit erstmal in Führung, mussten aber kurz vor der Halbzeitpause den Gegentreffer zum 1:1 hinnehmen. Mit dieser überraschenden Punkteteilung ging es also in die Kabinen, ehe der Schiedsrichter vor dem kritischen Publikum die zweite Halbzeit startete.
Mit einem weiteren Treffer nach zehn Minuten gingen die Gäste abermals in Front, hatten aber vorallem in der Schlussphase noch zu kämpfen! Mit einer Ampelkarte schickte der Referee den Kapitän der Führenden vom Platz, ändern sollte sich am Spielstand allerdings nichts mehr!

Diese Niederlage bedeutet für den USK Gneis die Übernahme vom letzten Tabellenplatz, weil die Konkurrenz den ein oder anderen Punkt tatsächlich erkämpfen konnte.

In den letzten verbleibenden Spielen ist aber immer noch alles möglich, denn mit einem einzigen Sieg könnte sie mindestens an vier Mannschaften vorbeiziehen - vorausgesetzt, man hat dafür das passende Torverhältnis parat..

14.04.2018- Kuchl/Salzburg
Sportanlage
600 Zuschauer
Salzburger Liga


SV Kuchl- SV Austria Salzburg 0:0

Unmittelbar von der Partie vom USK Gneis ging unser Weg weiter nach Kuchl, wo uns in der Salzburger Liga eine attraktive Spielpaarung erwartete. Der SV Kuchl empfing niemand geringeres als den Traditionsverein höchstpersönlich, den SV Austria Salzburg!

Nur 15 Minuten dauerte die Fahrt in die Gemeinde, dass offiziell im Salzburger Land liegt und nur eine kurze Distanz zur Landeshauptstadt hat. Bei unserer pünktlichen Ankunft musste vorallem eine Idee für das Parkplatzproblem her, dass mit einem kurzen Fußmarsch vom Bahnhof aus doch noch gelöst werden konnte.

Mit zwei Eingängen auf jeder Seite hatte der SV Kuchl bestens vorgesorgt um einen Stau an der Kassa zu vermeiden, aber nicht nur hier verlief die Organisation sehr gut ab!

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Vereinsoffiziellen persönlich bedanken, die mir dank meiner Ankündigung einen kostenlosen Eintritt gewährten. Das Geld wurde trotzdem an anderen Stellen sinnvoll eingesetzt, vorallem in der schicken Kantine wo es massenhaft viele Angebote für Speis und Trank gab...bei der ich im Laufe der Partie natürlich zuschlagen musste.

Die Spielerkabinen fand man im unteren Teil vom Vereinshaus, dass hinter dem Tor gebaut wurde. Über den Stiegenaufgang gelang man zur Kantine beziehungsweise zur Terasse, wovon man einen großartigen Blick auf das Spielfeld und deren Umgebung hatte - ein Traum für jeden Fußballromantiker!

Weiters stand die überdachte Tribüne auf der Längsseite, die aber beinahe zu 100% von den anwesenden Gästeblock genutzt wurde. Mit einer großartigen, aber vorallem friedlichen Stimmung machte man sich hier alle Ehre und bescherte wohl jeden Fan einen schönen Fußballnachmittag. Davon können sich einige höherklassige Vereine eine dicke Scheibe abschneiden...

Der SV Kuchl gründete sich im Jahr 1954 und kann mit der Spielberechtigung der Salzburger Liga ihren größten Vereinserfolg weiterhin aktiv leben. Seit ihrem Aufstieg vor sieben Jahren haben sie sich dort im vorderen Mittelfeld der Tabelle etablieren können, vorallem drei dritte Endplatzierungen stehen zu Buche.

Ob hier langfristig mal Regionalliga gespielt werden kann? Die sportlichen Leistungen machen den Verein auf jeden Fall zu einem generellen Geheimfavoriten auf den Titel, auch wenn die Konkurrenz natürlich groß ist und man zumindest diese Saison nicht vorne eingreifen wird.

Sportlich gesehen ist die Liga ausgeglichen wie noch nie. Obwohl der SV Kuchl als auch die Gäste als Tabellennachbarn im vorderen Mittelfeld liegen, müssen sie sich mit dem aktuell fünften Tabellenrang mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. Grund dafür ist die Tatsache das hier wohl jeder jeden schlagen kann, denn nur so sind es weniger als sieben Punkte auf den Vorletzten der mit einer ordentlichen Siegesserie mit einem Platz unter den Top 5 (!!) rechnen darf zu Saisonende!

Sehr auffallend ist außerdem das interessante Vereinslogo, in dem sogar der Teufel (!) deutlich zu sehen ist.  Oft sind die Sportvereine mit der Gemeinde sehr verbunden was man eben anhand dieser Tatsache des Logos entnehmen kann, aber genauere Informationen zu dieser Kuriosität fehlen mir leider an der Stelle - über eine Aufklärung wäre ich natürlich sehr dankbar.

Zum Spiel: Nach einer spielerisch schwachen und einfallslosen ersten Halbzeit gestaltete sich der zweite Durchgang als umso spannender.
Beide Mannschaften produzierten gute Chancen am Fließband und konterten sich sogar selbst gegenseitig aus - aber die Tore sollten nicht fallen, was einerseits an den Torhütern lag, aber auch an das Unvermögen der Stürmer die mit einem Treffer die Partie hätten entscheiden können - auf beiden Seiten wohlgemerkt!

Dieser Punkt geht unter dem Strich zwar völlig in Ordnung, hilft aber keinen der beiden wirklich weiter. Geändert hat sich für den SV Kuchl daduch wenig, denn mit einem Punkt Rückstand auf Platz 4 ist zwar noch alles möglich, aber der SC Golling beispielsweise lautert nur sechs Punkte dahinter auf Platz 15.

Da bahnt sich möglicherweise ein legendäres Saisonfinish in der Salzburger Liga an, dass man auch als neutraler Niederösterreicher mit großer Spannung weiterhin verfolgen kann und wird!

Den SV Kuchl wünsche ich alles Gute zu einem positiven Abschluss der Saison, der mit dem Ansturm von immerhin 600 Zuschauern absolut keine Probleme hatte und beim Spiel des Jahres einen Punkt ergattern konnte - weiter so! Für uns hingegen ging es wieder heimwärts, die nach drei Stunden Fahrt unversehrt erreicht werden konnte - mit einer guten Erinnerung mehr im Gepäck....

13.04.2018- St.Leonhard am Forst/Niederösterreich
Sportplatz
105 Zuschauer
1.Klasse West-Mitte


FC Leonhofen - ASV Statzendorf 3:3

Nur wenige Tage nach dem Ausflug nach Slowenien ging die Planung der nächsten Spiele in die entscheidende Runde. Aufgrund der offenen Einladung an Kollegen Brucki und der günstigen Anstoßzeit um 17:30 hatte man eine hervorragende Wahl getroffen, auf der uns mit Andreas und Michael gleich zwei weitere Groundhopper begleiteten!

Etwa genau eine Stunde dauerte die kurze Fahrt in die Marktgemeinde nach St.Leonhard am Forst, die mit knapp 3.000 Einwohnern im Mostviertel liegt. Das Auto konnte nach unserer Ankunft am direkten Parkplatz abgestellt werden, ehe es an der Zeit war die ersten Fotos des wettermäßig perfekten Freitags zu schießen.

Dank unserer verhältnismäßig frühen Ankunft hatte man sogar noch genügend Zeit im Gepäck, um mit dem symphatischen Obmann noch einige Worte zu wechseln wovon man sogar einige interessante Fakten aufnehmen durfte:

Der FC Leonhofen leitet sich durch den Namen zweier Gemeinden ab, die seit langer Zeit an einem Strang ziehen und dementprechend eng zusammenarbeiten. Mit dem “Leon” im Vordergrund spielt man auf den Ortsnamen St.Leonhard am Forst an, während das “hofen” am Schluss die Nachbarn aus Ruprechtshofen präsentiert - die nebenbei in der
Melktaler Hobbyliga ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen!

Neben der Gründung 1946 ist vorallem das dort stattfindende
alljährliche Jugendturnier erwähnenswert, wo an so einem Wochenende gerne mal tausende Besucher auf dem Sportplatz kommen um den Nachwuchsteams von Spitzenvereinen aus ganz Europa auf die Füße zu schauen. Spieler wie Alaba oder Arnautovic waren in ihren jungen Jahren ebenfalls ein Teil davon...

In der Kantine im Vereinshaus direkt hinter dem Tor findet man dementsprechend sehr viele Wimpel der Klubs, die schon mal hier zu Besuch waren - ein sehr beeindruckendes Schauspiel, wo der Verein mehr als stolz sein kann auf dieses traditionelle Fußballfest.

Sportlich gesehen hat sich der FC Leonhofen in der ersten Klasse West-Mitte bereits mehr als etabliert, wo sie seit ihrem Aufstieg 2011 ohne Abstiegssorgen verweilen - Platzierungen im Mittelfeld liegen hier an der Tagesordnung.

Auch diese Saison ist so wie jede andere, denn mit Platz 6 kann man auf eine ruhige Spielzeit zurückblicken. Gegen den ASV Statzendorf waren sie trotz vier Tabellenpositionen (und vier Punkten) Unterschied als gleichwertig einzustufen aus neutraler Sicht!

Die Sportanlage selbst kann durch einige Punkte positiv auffallen. Neben der überdachten Tribüne auf der Längsseite ist die Sicht auf den immer noch weißen Bergen im Hintergrund perfekt für das Auge und natürlich auch der Kamera, die an diesem späten Nachmittag öfters zum Einsatz kommen sollte.

Zum Spiel: Bereits in der Anfangsphase zeichnete sich eine torreiche Partie ab, denn nach der Führung der Gäste drehten die Heimischen den Spielstand binnen neun Minuten (!) und gingen mit einem knappen Vorsprung in die wohlverdiente Pause.
Nach Seitenwechsel ging es in derselben Tonart weiter, allerdings ohne einem richtigen Happy End für eine Mannschaft dieses Duells! Obwohl der FC Leonhofen zweimal in Front lag, glichen die motivierten Gäste ebenso oft aus was den 3:3 Endstand perfekt abschließt in einem unterhaltsamen Fußballspiel!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal beim Obmann für den Kaffee und der Gastfreundschaft herzlich bedanken, der sogar persönlich serviert wurde beim Anpfiff dieser Partie. Im Endeffekt kann man mit diesen Punkt sehr zufrieden sein in Anbetracht der spielerischen Ausgeglichenheit.

Mit diesem großartigen Auftakt ging es nach Schlusspfiff weiter in einem Ort, den ich in der Vergangenheit schon einmal besucht habe...

13.04.2018- Steinakirchen/Niederösterreich
Sportplatz
111 Zuschauer
1.Klasse West


ÖTSU Steinakirchen - SC Waidhofen/Ybbs 1:0

Sofort nach Spielende beim FC Leonhofen ging unsere Fahrt direkt weiter ins nahgelegene Steinakirchen am Forst, dessen anderen Sportplatz ich schon einmal besucht habe - allerdings ohne dem Wissen, dass hier auch auf einer zweiten Sportanlage (!) Fußball gespielt wird!

Nachdem das Auto rasch nahe des Eingangs abgestellt wurde, ging es sofort in Richtung Vereinsgelände wo bereits die Partie nur kurz zuvor angepfiffen war.

Neben meinen drei Mitfahrern ließen sich auch die Kollegen
Martin und Philipp dieses Abendspiel keineswegs entgehen, wovon man also zu Sechst (!) die Partie verfolgte und nebenbei die Anlage ablichtete. Wenn man genauer darüber nachdenkt, standen an diesem Abend Erfahrungswerte von über 2.500 besuchten Fußballstadien gemeinsam abseits des Spielfeldes...

Die Begründung wieso hier abwechselnd auf zwei Sportplätzen (einen Steinwurf voneinander entfernt) gespielt wird ist relativ leicht erklärt.

Bei den Abendspielen an einem Freitag kann man auf der einen Seite das taugliche Flutlicht verwenden, während “Sportplatz 2“ ohne diesen Luxus auskommt und nur die restlichen Meisterschaftsspiele bei Tageslicht ausgetragen werden. So entsteht kein Konflikt und kann schalten und walten wie man möchte, da auch die Rasenverhältnisse in einem guten Zustand sind!

Nach meinem Erstbesuch im Herbst des Jahres 2016 stand also mein persönliches Rückspiel an, denn ich sah tatsächlich damals dieselbe Partie, nur eben am anderen Sportgelände! Damals ging es mit einem knappen Sieg für die Gäste aus Waidhofen/Ybbs aus, doch die Zeiten ändern bekanntlich nicht nur den Menschen sondern auch etwaige Ergebnisse im Fußball...

Das Vereinsgelände vom heutigen Abend kann man auf jeden Fall als das modernere Konstrukt bezeichnen, vorallem die Farben auf der Hinterseite der Tribüne (was auch gleichzeitig den Eingang darstellte) stechen positiv heraus. Im Anschluss stand man nach der Kassa direkt auf der Tribüne, die meiner Meinung nach sehr solide gefüllt war und immerhin über hundert Zuschauer auf den Sportplatz lockte.

Sehr interessant war es zu sehen wie sich das Wetter entwickelte, denn bereits auf der kurzen Hinfahrt sah man die pechschwarzen Wolken vorbeiziehen die zwar keinen Regen verursachten, aber ein idyllisches Bild hinter der Tribüne und dem dazugehörigen Flutlicht abgaben - siehe an der Stelle in der Bildergalerie...

Steinakirchen ist offiziell als Markt und
Eisenstraßengemeinde bekannt, was bei genaueren Recherchen der Förderung des regionalen Tourismus zugute kommt. Sportlich gesehen kämpft der Fußballklub in der Rückrunde um den Klassenerhalt und somit um jeden einzelnen Punkt - vorallem in der eigene Heimstätte wäre ein Punktgewinn von enormer Bedeutung...

Zum Spiel: In einer ausgeglichenen Anfangsphase passierte spielerisch nicht allzuviel. Erst im Laufe der Partie gelang der goldene Treffer zum 1:0 nach 33 Minuten, dessen Führung sie tatsächlich über die Zeit brachten gegen den eigentlichen Favoriten, der in diesem Spiel nie wirklich überlegen war!
Einzig die Zuschauer brachten aufgrund von Fouls oder strittigen Entscheidungen noch einiges an Würze mit, aber davon ließen sich die Kicker nicht beeindrucken und holten die drei Punkte in souveräner Manier.

Mit diesem Sieg springen sie nicht nur auf Rang 11 der Tabelle, sondern verbessern damit auch weitrhin das Torverhältnis das im Gegensatz zur direkten Konkurrenz um einiges besser erscheint - und wohl auch entscheidend im Saisonfinish...

Nach diesem unterhaltsamen Abend traten auch wir unsere verdiente Heimreise an - einerseits um die Akkus aufzuladen, aber auch andererseits um für die nächste Tour zu planen. Das Wochenende hat somit offiziell begonnen!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Alexander Matzka